Hölzer für den Aussenbereich

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Hier ist eine Übersicht über Hölzer, die für den Aussenbereich geeignet sind, unterteilt nach Eignung und Preis.

Zusammenfassung

HolzartDauerhaftigkeitsklasse (DK)PreisklasseEignung AussenbereichHinweise
Fichte/Tanne4-5Sehr GünstigGering (Nur mit KDI oder sehr gutem Schutz)Muss behandelt werden, kürzeste Lebensdauer.
Kiefer3-4 (Kern)GünstigMässig (Meist als KDI verwendet)KDI-Variante ist Standard für günstigen Aussenbau.
Douglasie3 (Kern)MittelGutBeliebte Wahl für Terrassen/Fassaden, gute Balance Preis/Leistung.
Lärche3 (2-3 Sibirisch)MittelGutÄhnlich Douglasie, neigt etwas mehr zu Harz/Rissen.
Eiche2TeuerSehr GutKlassisch, robust, langlebig, heimisch.
Robinie1-2TeuerAusgezeichnetDauerhaftestes europ. Holz, Alternative zu Tropenholz, schwer zu verarbeiten.
Thermoholz1-2TeuerSehr Gut – AusgezeichnetModifiziertes heimisches Holz, formstabil, ökologisch sinnvoll.
Tropenhölzer1-2Teuer – Sehr TeuerSehr Gut – AusgezeichnetSehr langlebig, Nachhaltigkeit prüfen (FSC®)!

Ausführlich

1. Günstig & Bedingt / Nur mit Schutz Geeignet:

  • Fichte / Tanne (Spruce / Fir):
    • Eignung: Gering (DK 4-5). Von Natur aus nicht für den direkten Aussenbereich oder Erdkontakt geeignet.
    • Preis: Sehr günstig.
    • Verwendung: Nur mit wirksamem chemischem Holzschutz (z.B. Kesseldruckimprägnierung – KDI) oder sehr gutem konstruktivem Holzschutz (kein Wasserkontakt, gute Belüftung) für Zäune, einfache Sichtschutzelemente etc. zu gebrauchen. KDI-Holz ist oft grünlich oder bräunlich.
    • Nachteile: Geringe Haltbarkeit ohne Schutz, muss regelmässig nachbehandelt werden (auch KDI-Holz).
  • Kiefer (Pine):
    • Eignung: Mässig (Kernholz DK 3-4). Das Kernholz ist etwas beständiger als Fichte/Tanne, aber für dauerhaften Ausseneinsatz meist nicht ausreichend.
    • Preis: Günstig.
    • Verwendung: Sehr häufig als KDI-Holz (Kesseldruckimprägniert) für Terrassen, Zäune, Spielgeräte verwendet. Ohne Imprägnierung nur bedingt für überdachte Bereiche geeignet.
    • Nachteile: Ohne Schutz wenig dauerhaft, neigt zum Vergrauen und Harzen. KDI-Variante ist besser, aber Optik und Nachhaltigkeit der Imprägnierung sind zu bedenken.

2. Mittelpreisig & Gut Geeignet:

  • Douglasie (Douglas Fir):
    • Eignung: Gut (Kernholz DK 3). Deutlich witterungsbeständiger als Fichte/Kiefer.
    • Preis: Mittelpreisig.
    • Verwendung: Beliebt für Terrassendielen, Fassadenverkleidungen, Zäune, Carports. Kann unbehandelt eingesetzt werden, vergraut dann aber silbrig. Behandlung mit Öl oder Lasur erhält die Farbe und kann die Lebensdauer verlängern.
    • Vorteile: Gute natürliche Resistenz, schöne Maserung, heimisches Holz (Nordamerika/Europa).
    • Nachteile: Kann zum Splittern neigen, Harzaustritte möglich.
  • Lärche (Larch – Europäisch / Sibirisch):
    • Eignung: Gut (Kernholz DK 3). Ähnlich wie Douglasie, Sibirische Lärche gilt oft als etwas dauerhafter und feinjähriger (DK 2-3).
    • Preis: Mittelpreisig (Sibirische Lärche oft etwas teurer).
    • Verwendung: Terrassen, Fassaden, Zäune, Hochbeete. Vergraut ebenfalls schön silbrig, wenn unbehandelt.
    • Vorteile: Gute Haltbarkeit, markante Optik. Europäische Lärche ist eine heimische Option.
    • Nachteile: Neigt stärker zu Harzaustritt und Rissbildung/Verzug als Douglasie. Vorbohren empfohlen.

3. Teuer & Sehr Gut Geeignet:

  • Eiche (Oak):
    • Eignung: Sehr gut (DK 2). Sehr robust und witterungsbeständig.
    • Preis: Teuer.
    • Verwendung: Hochwertige Terrassen, Gartenmöbel, Schwellen, Fachwerk, Zäune.
    • Vorteile: Sehr langlebig, stabil, klassische Optik, heimisches Holz.
    • Nachteile: Schwer, kann bei Kontakt mit Eisenmetallen zu Verfärbungen führen (Gerbsäure), relativ teuer.
  • Robinie (Robinia / Black Locust):
    • Eignung: Ausgezeichnet (DK 1-2). Das dauerhafteste heimische/europäische Holz.
    • Preis: Teuer bis sehr teuer.
    • Verwendung: Spielplatzgeräte, Pfosten mit Erdkontakt, Terrassen, Gartenmöbel. Oft als Alternative zu Tropenholz.
    • Vorteile: Extrem langlebig, auch bei Erdkontakt, sehr hart und widerstandsfähig.
    • Nachteile: Schwer zu bearbeiten, neigt zu starkem Verzug wenn nicht richtig getrocknet/verarbeitet, Verfügbarkeit kann eingeschränkt sein, teuer.
  • Thermoholz (Thermally Modified Timber – TMT):
    • Eignung: Gut bis ausgezeichnet (DK 1-2, je nach Holzart und Prozess). Heimische Hölzer (z.B. Esche, Kiefer, Buche) werden durch Hitzebehandlung sehr dauerhaft gemacht.
    • Preis: Teuer.
    • Verwendung: Terrassen, Fassaden.
    • Vorteile: Hohe Dauerhaftigkeit, formstabil, oft dunklere, edle Optik, ökologische Alternative zu Tropenholz, da heimische Hölzer verwendet werden.
    • Nachteile: Wird durch die Behandlung spröder, etwas geringere Festigkeit als das Ausgangsholz, teurer als unbehandelte heimische Hölzer.
  • Tropenhölzer (z.B. Bangkirai, Teak, Cumaru, Ipe, Garapa):
    • Eignung: Sehr gut bis ausgezeichnet (meist DK 1-2). Von Natur aus extrem dicht, hart und resistent gegen Schädlinge und Feuchtigkeit.
    • Preis: Teuer bis extrem teuer (Teak, Ipe).
    • Verwendung: Terrassen, Gartenmöbel, Bootsbau (Teak).
    • Vorteile: Sehr lange Lebensdauer, oft sehr formstabil (bes. Teak, Ipe).
    • Nachteile: Ökologisch und sozial oft problematisch! Lange Transportwege, Gefahr von Raubbau. Unbedingt auf glaubwürdige Zertifizierung (z.B. FSC® 100%) achten. Oft sehr schwer und hart zu bearbeiten. Bangkirai neigt zum „Ausbluten“ (farbige Inhaltsstoffe werden ausgewaschen).